Qualitätsmanagement (Managementmodul V.15)
Struktur-, Prozess-, Ergebnisqualität und Qualitätsmanagement (QM) haben in den letzten Jahren im Gesundheits- und Sozialwesen zunehmend an Bedeutung gewonnen und sind zu Schlüsselbegriffen geworden. Vor dem Hintergrund sich wandelnder gesellschaftlicher und gesetzlicher Rahmenbedingungen und knapper werdender finanzieller Ressourcen haben die Leistungserbringer in der ambulanten und stationären Versorgung einschneidende organisatorische und technische Veränderungsprozesse zu bewältigen und zu initiieren. Umfassende, integrierte QM-Systeme sind deswegen in der Planung unverzichtbar und stellen eine Grundlage für den strukturellen Wandel der Versorgung in modernen Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens dar, so dass Qualität im immer härter werdenden Wettbewerb für die Leistungserbringer zur entscheidenden Trumpfkarte im Gesundheitsmarkt wird.
Eine ganz wichtige Rolle für die Sicherung und Weiterentwicklung von Qualität in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens kommt den Pflegekräften als zahlenmäßig größter Berufsgruppe in diesem Bereich zu. QM-Ansätze, die sich in erster Linie an Kontrolle und Sanktionen orientieren, stoßen in diesem Zusammenhang schnell an ihre Grenzen. Für diese Berufsgruppen bietet allein eine mitarbeiterorientierte Sicherung und Weiterentwicklung von Qualität Perspektiven. Hierzu ist es notwendig, dass der Kontinuierliche Verbesserungsprozess (KVP) von jedem Einzelnen gelebt wird.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in Krankenhäusern, Altenheimen, Behinderteneinrichtungen, Sozialstationen usw. als ,,Qualitäts(management)beauftragte bzw. -beauftragter oder in anderen qualitätssichernden oder -weiterentwickelnden Funktionen arbeiten oder arbeiten wollen, benötigen dafür neben ihrem Fachwissen auch Einblicke in die Betriebsabläufe und die Fähigkeit, Qualität mit "harten" und "weichen" Verfahren zu bestimmen. Darüber hinaus setzt erfolgreiche Weiterentwicklung von Qualität in den genannten Einrichtungen auch ein hohes Maß an Beratungs- und Entwicklungskompetenz voraus, die es sich anzueignen gilt.
Eine definierte und veröffentlichte Qualität ist das unterscheidende Merkmal von Einrichtungen.
Zielgruppe: Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung im Gesundheits- und Sozialwesen und nachgewiesener Berufserfahrung, die in diesen Berufsfeldern in einer inhaltlichen oder organisatorischen Führungsfunktion auf der Ebene des Managements arbeiten oder sich auf die Übernahme der Führungsfunktion einerAbteilung im Gesundheitswesen vorbereiten, z. B. als ,,Stationsleitung im Krankenhaus", "Verantwortliche Pflegefachkraft", ,,Pflegedienstleitung im ambulanten Dienst" oder "Wohnbereichsleitung.
Lernziele: Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Managementmoduls werden
• sich ein umfangreiches Verständnis überzukunftsorientierte QM-Systeme in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens aneignen.
• lernen, die Qualität von pflegerischen und angrenzenden Dienstleistungen in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens zu bestimmen, weiterzuentwickeln und die einrichtungsbezogene Ablauforganisation zu verbessern.
• erkennen, dass Qualitätssicherung und Weiterentwicklung von Qualität in Abstimmung mit den Vorgaben von Auftraggebern (Pflegedienstleitung, Betriebsleitung, Kranken- und Pflegekassen usw.) erfolgen muss.
• lernen, Qualität über entsprechende Techniken und Instrumente zu erfassen und zu planen.
• lernen, ein Qualitätsmanagementhandbuch (QMH)zu erstellen.
• lernen, mit externen Qualitätssicherungsorganisationen zu kooperieren.
Präsenztage: 1/2. Präsenztag "QM verstehen" (Grundlagen des QMs), 3/4. Präsenztag: "Von der Qualitätsplanung zur Zertifizierung"
Studiendauer: 12 Wochen
Präsenzstunden: 26 (4 Tage)
Abschluss: Zertifikat
Studiengebühren: 384 €
Anbieter
Hochschulakademie für Gesundheits- und Sozialmanagement gemeinnützige GmbH
90419 Nürnberg
Tel: 0800 - 10 20 580
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