:: Ausbildung im Gesundheitswesen

  

Zunehmender Bedarf an Akademikern

Nach einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung über den künftigen Arbeitskräftebedarf lassen sich folgende Aussagen treffen:

  • Der Trend in Richtung Dienstleistungsgesellschaft setzt sich fort. Der Anteil der im Dienstleistungssektor Beschäftigten wird sich voraussichtlich bis zum Jahr 2010 auf 76 % erhöhen (im Jahr 1995 waren es noch 69 %).

  • Die stärkste Zunahme werden die Tätigkeitsfelder Organisation und Management, Forschen und Entwickeln, Betreuen, Beraten, Lehren sowie Publizieren verzeichnen. Da solche (sekundären) Dienstleistungstätigkeiten überdurchschnittlich von Akademikern ausgeübt werden (im Jahr 1991 waren es bereits 35%), ergeben sich aus der erwarteten Entwicklung vor allem für Hochschulabsolventen/innen gute Beschäftigungschancen.

     
    Die Qualifikationsgruppe der Akademiker wird von dem Strukturwandel am stärksten profitieren:

  • In zahlreichen Bereichen der Wirtschaft und des öffentlichen Lebens werden neben Spezialisten auch immer mehr Generalisten benötigt.

  • In mittleren Funktionsbereichen (Sachbearbeiterebene) ist eine Steigerung der generellen Kompetenzen nötig, um leichter und schneller auf neue und erweiterte Aufgaben reagieren zu können.

  • In teamzentrierten Arbeitsabläufen werden von den Teammitgliedem immer häufiger Kenntnisse außerhalb des eigenen Spezialbereichs erwartet. Durch den Wegfall von Hierarchieebenen müssen auch Probleme gelöst werden, die den eigenen Ausbildungshorizont oft übersteigen.

  • Zudem gebieten demographische Veränderungen - Stagnation des Bevölkerungswachstums wie Zunahme des Anteils der älteren Bevölkerung - eine Höherqualifizierung der Erwerbstätigen.

     Redaktion der Agentur Quaas, 2004


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